Mitmachpassion
Mitmachpassion

Mitmachpassion

J O H A N N E S P A S S I O N

Leiden und Leidenschaft:

Die Mitmachpassion ermöglichte zahlreichen Kirchenchören und passionierten Sänger*innen wie auch jungen Profis ein intergeneratives Miteinander, dessen Rahmen eine monumentale Komposition bildete.

 

Es ist vollbracht.
Mit diesen Wortet scheidet Jesus im Evangelium nach Johannes und vollendet das Werk Gottes. Eine Schlüsselstelle, an der sich das Johannes-Evangelium entscheidend von den Synoptikern unterscheidet: Jesus, der Gekreuzigte, wirkt in großer Würde als Erlöser in der dramatisch geprägten Geschichte. Er wird „vom Volk auf das Kreuz gehoben“. In J.S. Bachs Vertonung der Johannespassion spricht das Volk in den expressiv harmonisierten Chorälen. Dieses Volk, heute Kirchengemeinden und ihre Chöre, bekommen in deren Alltag nie die Möglichkeit, die monumentalen Werke der geistlichen Literatur mitzusingen. Denn im Konzertalltag bleibt das den professionellen Chören und Orchestern vorbehalten.

P R O J E K T E N S E M B L E S

Deswegen hat Mara Maria Möritz, die sowohl als Sopranistin, Ensembleleiterin als auch Projektinitiatorin tätig ist, für die Johannespassion alle Tätigkeiten miteinander verbunden, damit Amateur- und junge Profimusiker*innen gemeinsam musizieren können. Die Kirchenchöre der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche Nürnberg, der Christuskirche Nürnberg und der Kirche Heilig-Geist in Nürnberg-Laufamholz wurden für das Projekt nach einer Ausschreibung von passionierten Amateuren verstärkt und probten drei Monate lang mit Gordian Teupke, Étienne Lemieux-Després und Mara Maria Möritz an den Chorälen. Bei den Aufführungen wechselte sich der große Projektchor für die Turbachöre mit dem Vokalensemble NORIS ab. Weiterhin musizierte das Kammerorchester NORIS. Alle NORIS Musiker*innen sind unter 30 Jahren alt. Damit wurde angehenden Profis eine frische, experimentelle und doch professionelle Plattform geboten. Durch den höheren Altersdurchschnitt im Projektchor ergab sich ein intergenerativer Austausch von Musikliebenden, der sich mit Gordian Teupke und Étienne Lemieux-Després bis zum Dirigierpult durchzog. Das junge, internationale Solistenensemble setzte sich zusammen aus Patryk Kacper Rybarczyk als Jesus und Bassbariton Felix C. Groll als Pilatus und Petrus, der Sopranistin Mara Maria Möritz (Ancilla), der Altistin Susanne Veeh und dem Tenor Lars Tappert (Servus). Die Partie des Evangelisten übernahm David Seay.

B A R R I E R E F R E I

Ein weiterer Faktor, der für die Projektleiterin Mara Maria Möritz ausschlaggebend ist, war die Zugänglichkeit des Projektes, weswegen bei allen Vorstellungen auf Eintrittsgeld verzichtet wurde. Das Projekt wurde ausschließlich über Spenden, Sponsoren und Crowdfunding finanziert, damit es keine
monetäre Schwelle zur Musik gibt. Des Weiteren baute die kompakte Einführung in das Werk vor jeder Vorstellung weitere Schwellen ab. Auch durch die große Anzahl der Mitwirkenden mit unterschiedlichstem Background und Alter wurde das Ziel eines diversen, nicht klassikfokussierten und überdurchschnittlich jungen Publikums erreicht.

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